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Netzwerkspinnen

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Dass wir den Prozess einer Unternehmensnachfolge mit dem kräftezehrenden Aufstieg zum Berggipfel vergleichen, liegt nahe. Nichts ist für den Inhaber einer Firma mit mehr schlaflosen Nächten verbunden, wie die Fragen nach dem Fortbestand seines Lebenswerks. Nichts ist so aufregend, ungewiss und adrenalinfördernd für einen Übernehmer, als die finale Unterschrift beim Notar für komplette Verantwortung in luftiger Betriebshöhe. „Auf zum Gipfel“ war folgerichtig der Start für unseren BLOG zur Unternehmensnachfolge.

Im Sommer climbing-2386573_19202017 haben wir viel zum Thema 02 „Verpflegung“ unternommen. Für den Aufstieg zum Gipfel benötigen Sie genügend Energie und Vitamine, damit Ihr Körper nicht schlappmacht oder Sie schlechte Laune bekommen. In der Unternehmensnachfolge braucht man zur richtigen Zeit den passenden Kontakt – Fachleute, Steuerberater, Mentoren und Leute, die die richtigen Unternehmer kennen. Mit ihnen können Sie über aufkommende Fragen und Zweifel sprechen und Inspiration erhalten. Und Übergeber kennenlernen…

Wir waren in den letzten Wochen also viel unterwegs in Sachen Netzwerk spinnen, Kontakte vertiefen und Inspiration erhalten. Hier ein kurzer Reisebericht…

Erfahrungsbesuch bei Sven Werner
Auf den Übernehmergeschmack gekommen ist Sven Werner. Der Projektingenieur im Maschinenbau pfiff auf seine gut dotierte Festanstellung und übernahm vor zwei Jahren die Firma M&M Engineering. Warum die Nächte durcharbeiten und Projekte durchknüppeln, wenn der Einsatz nicht angemessen belohnt wird? Er suchte sich eine Firma, die als Partner in der Automobilindustrie die Entwicklung und den Vertrieb von Standard- und Sonderwerkzeugen übernimmt. Als ehemaliger Leistungssportler bringt Sven Werner gute Voraussetzungen für einen Unternehmer mit: Disziplin, Ehrgeiz und den Willen, erfolgreich zu sein. Er sagt, dass er und der ehemalige Inhaber schnell einen gemeinsamen Nenner gefunden hätten. Beide sehen den Kunden ganz klar im Mittelpunkt unternehmerischer Tätigkeit. Deshalb überlegte er zwar gründlich aber nicht lange, als er zwei Jahre später die Gelegenheit zur Übernahme der Firma Anke & Söhne aus Plauen bekam. Nun ist er in der Lage, für komplizierte kundenspezifische Anfragen auch Zerspanungslösungen zu ertüfteln. Gut kombiniert führt eben auch zu Wachstum.

„Wo sind die Nachfolger?“
Dieser Frage widmete sich am 22. August 2017 die Handelshochschule Leipzig. Auf Einladung von Dr. Alexander Lahmann diskutierte ein erlauchter Kreis von Nachfolgeunterstützern und Unternehmern, welche Rahmenbedingungen das Nachfolgethema derzeit begleiten. Alarmierender Ausgangspunkt war, dass 73% derjenigen Unternehmer, die eine externe Unternehmensnachfolge in Sachsen anstreben, keine Nachfolgestrategie haben. Also keinen Nachfolger aus der Familie rekrutieren können und ihre Firma somit irgendwie verkaufen wollen/müssen. Heftige Reaktionen erfolgten auf die Frage von Hartmut Bunsen (Präsident des UNTERNEHMERVERBAND SACHSEN E.V.), ob denn die Unternehmer nicht loslassen können. Haben die ein Identitätsproblem? Wie sieht es mit der Altersvorsorge aus? Ist es überhaupt lohnend für junge Führungskräfte, Unternehmer zu werden bei DEM Image von Unternehmertum in unserer Gesellschaft? Es waren viele Banker, Berater und Steuerfachleute da und Martin Dulig, Wirtschaftsminister in Sachsen, betonte, dass die Anzahl der zu übergebenden Unternehmen in den nächsten Jahren weiter wachsen wird. Also die Richtung ist klar. Die Visitenkarten sind ausgetauscht und die Kontakte heiß! Bitte meldet Euch bei uns, liebe Nachfolgewillige! Wir verspinnen gern…

Unser Filmprojekt

Sequenz 02.00_01_14_04.Standbild002Spinnen… Zuerst dachten wir tatsächlich, die spinnen doch! Dann wurde aus der fixen Idee der Agentur eine echte Leistung: es ging „Hoch Hinaus!“. Unserem ersten Projektvideo und seiner Verbreitung widmeten wir natürlich viel Zeit. Sogar auf facebook starteten wir eine Promotion, die uns über 10.000 Klicks brachte und einige neue Abonnenten. Danke an alle, die mitgewirkt haben und sich für das Thema begeistern! Im Übrigen entsteht gerade aus der Idee, AUSSEN die Kletterhalle Chemnitz hochzuklettern, eine neue Netzwerkspinnerei für den 14. November 2017. Save the date!

#bsen
Und weiter ging es mit sozialen Kanälen und wie wir uns darüber vernetzen können. Absolut spannend war auch in diesem Jahr die #bsen, eine Veranstaltung für Blogger aus ganz Sachsen. Eingeladen wurde in die Gläserne Manufaktur, wo es am 1. September verschiedenste Sessions und Kurzvorträge gab. Blogger stellten sich und ihren Blog vor, waren stets mit viel Begeisterung und Professionalität am Start. Interessant waren neue Informationen zum Urheberrecht und wie viel ein Blogger gegenüber großen Unternehmen wert ist. Wurde sehr kontrovers diskutiert. Die Glaubwürdigkeit in der Bloggerszene ist ein heißes Thema. Werbung wird in vielen Fällen nicht richtig gekennzeichnet und verleiht einem Blogger Unglaubwürdigkeit, die sich auf die ganze Szene auswirken kann. – Als Blogger ist es daher wichtig, nicht immer nur guten Content für die Leser zu liefern, sondern auch rechtlich gut informiert zu sein und die Glaubwürdigkeit zu behalten.

Wirtschaftsdialog „Wissen. Werte. Wandel.“
Der 28. Wirtschaftsdialog an der Fachhochschule Mittweida stand am 25. August ganz im Zeichen von „Was Management und Extrembergsteigen gemeinsam haben“. Jörg Stingl gab in einer eindrucksvollen keynote genau das wieder, was einem beim Gipfel erklimmen so fasziniert: Weite, Höhe, Kameradschaft, Sieg und Niederlage, Eis und knallharte Entscheidungen treffen. Mit Daniel Senf, Gründer und Übernehmer aus Dresden habe ich mich dann länger unterhalten und hoffe, ihn bald im Rahmen eines unserer nächsten Orientierungsabende vorstellen zu dürfen.

Vorbereitung mit Weitsicht ist alles – haben wir behauptet im Teil 01 dieser BLOGserie „Kartenmaterial“. Weiter geht‘s nun damit, die richtigen Weggefährten zu finden und Ihren persönlichen Vitamincocktail zu mixen.

Beim Netzwerkspinnen und Cocktailmixen kennt sich aus das „Projekt:Nachfolge:Team“. Mit herzlichen Grüßen.

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Comments 1

  1. Schöner Vergleich, das die Unternehmensnachfolge so anstrengend wie eine Bergbesteigung ist. Denn klar: Es geht um viel und deshalb sollte die Nachfolgeregelung oder im Zweifelsfall der Firmenverkauf gut überlegt sein. Wer all die Schritte nicht alleine gehen will, kann ein Coaching zur Unternehmensnachfolge machen oder sich Beratung zum Unternehmensverkauf holen. Dann ist man als Unternehmer auf jeden Fall auf der sicheren Seite – und hat nicht so ein grosses Risiko…

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