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Weichenstellen 2019

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2019 war für uns und die Nachfolgeinitiative WEGBEREITER ein Jahr der Vorbereitungen. Im Februar und März fuhr ich in die Schweiz um auszuloten, wie Frank Halter das mit dem St. Galler Nachfolgemodell in der Praxis macht. Echt bereichernd war es, mich mit Service Providern aus der Schweiz und Österreich  auszutauschen. Wie läuft bei Euch der Nachfolgeprozess? Wann fangen die Unternehmer an und seht ihr auch den Trend zu externen Übergaben? Welche Fragen stellen Euch die Unternehmer und wie finden sich Nachfolger? KÖNNEN – WOLLEN – DÜRFEN ist dabei ein hochinteressanter Dreiklang auf beiden Seiten …

Können-wollen-dürfen

Quelle: Dr. Frank Halter

Mit einer großen Gelernt-Liste ging es an die Arbeit und die Vorbereitungen für den Fachtag zur Unternehmensnachfolge im Juni. Wir haben uns viele Gedanken gemacht, unter welches Motto wir den stellen könnten. „Zukunft gestalten – Unternehmen neu denken“ fanden wir schließlich sehr passend. Denn darum geht es doch letztendlich:  das Unternehmen in die Zukunft lenken mit einer durchdachten Nachfolgestrategie. Rechtzeitig anfangen, darüber nachzudenken. Verschiedene Optionen ins Auge fassen und Gespräche mit Vertrauenspersonen und Fachleuten führen.

Die ausgebuchte Veranstaltung im heißen Juni bei kühlen Getränken im OpenSpace Chemnitz war ein toller Erfolg. In den vier World Cafés, die wir gemeinsam mit Franca Heß von der IHK, Silke Loos, HWK und Dr. Frank Halter, Universität St. Gallen durchführten, wurden viele Punkte eifrig diskutiert. Man spürte, wie den Gästen – Unternehmer, Nachfolgeaspiranten, Nachfolgeunterstützer – Führungsthemen, die Rolle der Mitarbeiter und neue Ansprüche an gewachsene Unternehmenskulturen auf der Seele brannten. (Rückblick hier)

Fachtag Nachfolge, TUCed

Quelle: TUCed GmbH

Zwei Orientierungsabende zur Unternehmensnachfolge im April und September mit jeweils über 20 Teilnehmern zeigten uns, wie notwendig es ist, mit gutem Beispiel voranzugehen. Wir lernten Heike Domaratius und Paul Schuschan kennen. Während sie eher ruhig und mit viel Personalgefühl in die Führungsrolle im Maschinenbau-Unternehmen ihrer Eltern hinein wachsen durfte, legte Paul Schuschan die Karten mit Plan und Schmackes auf den Tisch und kaufte als Firmenfremder mit noch nicht mal 30 Jahren eine Firma im Erzgebirge. (Rückblick hier)

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Quelle: TUCed GmbH

Das letzte Drittel von 2019 stand eindeutig im Zeichen der Matchinganbahnung von Nachfolgern und Unternehmern. Mittlerweile wirken wir im Rahmen unserer Initiative an 16 konkreten Matching-Projekten mit. Dabei nützt es uns sehr, uns viele Gedanken zum Ablauf und zu den einzelnen Schritten im Nachfolgeprozess zu machen. Daraus haben wir Prozessmodelle zum idealtypischen systematischen Nachfolgeprozess (jeweils fünf wesentliche Schritte) abgeleitet. So können wir gute Empfehlungen zum konkreten Unterstützungsbedarf geben bzw. ganz konkret Experten hinzuziehen. Bisher haben wir mit über 80 Nachfolgeinteressenten und –interessentinnen gesprochen. Viele könnten und würden gern sofort loslegen. (Wer aufmerksam gelesen hat: hier fehlt das DÜRFEN!) Liebe Unternehmerinnen und Unternehmer, kommen Sie auf uns zu, wenn Sie Nachfolger suchen!

Ein wichtiges Anliegen ist uns, dass das SÄCHSISCHE MENTORINGNETZWERK unter Federführung von futureSAX in Schwung kommt. Derzeit befinden wir uns noch in der „Aufwärmphase“. Im Kernteam treffen wir uns regelmäßig, um über Bedarfe für Mentoringanschübe zu sprechen. Wir – das sind im Chemnitzer Fall: Jens Weber, Geschäftsführer des TechnologieCentrum Chemnitz, Dr. Susanne Schübel, GF Gründerinitiative Saxeed, Franca Heß, Starthilfe und Unternehmensförderung der IHK Chemnitz sowie Katrin Hoffmann, GF des Industrievereins Sachsen 1828 e.V.. Beim Mentoring geht es konkret um Gespräche auf Augenhöhe mit Leuten, die (Lebens-)Erfahrung haben. Für Anfragen stehen wir gern zur Verfügung oder Sie schauen HIER.

Nun gilt es, diese vielen Erfahrungen, Vorbereitungen und geöffneten Türen in die richtigen Bahnen zu lenken. UMSETZUNG steht ganz groß auf unserer 2020-Liste …

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Mitwirkenden, Partnern, Freunden, Ideengebern und Kritikern – Ihr helft uns, klar zu sehen, voranzukommen und ehrgeizig zu sein!

Mit herzlichen Grüßen

Manuela Zenk

Hinweis: Das Projekt Fachkräftesicherung durch Unternehmensnachfolge, gefördert durch die Fachkräfteallianz Chemnitz und die SAB unterstützt potenzielle Unternehmensnachfolger und Übergeber in der strategischen Prozessplanung und -gestaltung. Über 60 Nachfolgekandidaten sind im Regionalpool.

Das durch die Sächsische Aufbaubank geförderte Projekt „Fachkräftesicherung durch Unternehmensnachfolge“ im Rahmen der Fachkräfterichtlinie ist ein Schwerpunktthema der TUCed GmbH. Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

 

 

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