Unternehmensnachfolge in Krisenzeiten

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Die Unternehmensnachfolge auch in Krisenzeiten planvoll beginnen – Drei entscheidende Tipps dafür, wie Generationen die Zukunft gemeinsam wirkungsvoll gestalten können

«Eine gelungene Unternehmensnachfolge bedeutet, dass sich die Betroffenen wie auch das Unternehmen weiter entwickeln können und müssen» so Dr. Frank Halter, der seit vielen Jahren Unternehmergenerationen bei der Nachfolge begleitet. Ein Generationenwechsel innerhalb der Familie oder an die eigenen Mitarbeitenden braucht vor allem eines: Zeit. Deshalb sollte man auch in Krisenzeiten kühlen Kopf bewahren und neben den vielen operativen Entscheidungen, die zu treffen sind, das Nachfolgevorhaben nicht aus den Augen verlieren.

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Die beiden Generationen verbringen viel Zeit in einer Art von 
Co-Verantwortung. Aber wie kann das gelingen?

Für uns hat Nachfolgeexperte Frank Halter, der maßgeblich das  St. Galler Nachfolgemodell entwickelt hat, drei entscheidende Tipps für das Nachfolgemanagement auch in Krisensituationen:

Tipp 1 «Nachfolgeleitbild»:

Klären Sie mit einem übergeordneten Bild die gemeinsamen Ziele. Die Erstellung eines Nachfolgeleitbildes ist ein geeignetes Instrument dafür. Die Zeit dafür ist günstig, da Sie sowohl in der Produktion aber auch in der Belegschaft über neue Wege nachdenken (müssen).

Tipp 2 «Strategie auf den Prüfstand»:

Unterhalten Sie sich bewusst über Strategie. Was sich in den letzten 20 Jahren als richtig erwiesen hat und auch als richtig empfunden worden ist, darf und muss sich in der heutigen Zeit verändern. Die Kernfrage lautet jedoch, ob die beiden Generationen ein ähnliches Verständnis haben oder nicht. Ein kleiner Strategieprozess kann hier ein geeignetes Instrument sein um Herkunft und Zukunft gemeinsam zu kombinieren. Nutzen Sie die derzeitige Krisensituation als Chance und packen Sie Themen auf den Tisch, die sonst eventuell gern umgangen werden.

Tipp 3 «Funktionendiagramm»:

Die Rollen und Verantwortlichkeiten müssen geklärt werden, um darauf aufbauend eine neue Routine zu gewinnen. Verantwortungs-Abgabe und Verantwortungs-Übernahme sagt sich leichter, als es umgesetzt ist. Die Klärung der Verantwortlichkeitsbereiche und die Erstellung eines Funktionendiagramms sind hier zwei von möglichen Instrumenten, um neue Führungsstrukturen und Führungsprozesse zu etablieren. Als Unternehmer spüren Sie in Krisenzeiten – mehr als in jeder anderen Zeit – wer für Ihr Unternehmen besonders wertvoll ist und Verantwortung übernimmt.

Diese drei Tipps, wie man den Nachfolgeprozess auch in Krisenzeiten planvoll betrachtet, unterstützen den Generationenwechsel wesentlich in Bezug auf die individuelle Entwicklung der Betroffenen und der damit verbundenen eigenen Rolle. Aber auch mit dem Ziel, dass der «Motor Unternehmen» ins Zentrum gerückt wird.

Nur wenn der Motor läuft, sind auch 
komplexere Nachfolgelösungen umsetzbar und tragbar.
→ Kostenfreies Online-Seminar zum Thema „Unternehmensnachfolge auch in Krisenzeiten planvoll beginnen“

Die TUCed – An-Institut für Transfer und Weiterbildung GmbH an der TU Chemnitz bietet in Kooperation mit der IHK Chemnitz allen Interessierten am 25. Juni 2020 um 15 Uhr in einem kostenfreien Online-Seminar zu diesem Thema weiterführende Überlegungen und Informationen an. Die Instrumente werden im Rahmen dieses Online-Seminars – illustriert an einem Fallbeispiel – erklärt und ausgeführt. Es besteht auch die Möglichkeit eines kleinen Erfahrungsaustauschs.

Weitere Informationen dazu erteilen Manuela Zenk, Telefon 0371 9094933, E-Mail manuela.zenk@tuced.de bzw. Susanne Schwanitz, Telefon 03731 79865 5402, E-Mail Susanne.Schwanitz@chemnitz.ihk.de. Bitte melden Sie sich bei uns an, damit wir Ihnen den Zugangslink zum Online-Seminarraum mitteilen können.

Kontakt: Dr. Frank Halter, E-Mail frank.halter@sgnafo.ch

Das durch die Sächsische Aufbaubank geförderte Projekt „Unternehmensnachfolge“ der Fachkräfteallianz Mittelsachsen im Rahmen der Fachkräfterichtlinie ist ein Schwerpunktthema der TUCed GmbH. Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes. Ziel ist die Unterstützung potenzieller Unternehmensnachfolger und Übergeber in der strategischen Prozessplanung und -gestaltung. Knapp 80 Nachfolgekandidaten sind mittlerweile im Regionalpool.

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