Nachfolge: Frauen an die Führungsspitze!

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Also uns betrifft das nicht! In der hochaktuellen Studie „Die deutschen Familienunternehmen: TRADITIONSREICH UND FRAUENARM“ der AllBright Stiftung vom Juni 2020 geht es um die Besetzung der Chefsessel in den 100 größten deutschen Familienunternehmen. Und die Erhebung zeigt schwarz auf weiß, dass es in Deutschland viel zu wenig #Frauenpower in den Chefetagen gibt. Auf 406 Männer kommen 30 Frauen in den Geschäftsführungen dieser Familienunternehmen (Stand 03’2020). Das entspricht einem Anteil von 6,9 %.

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Augenzwinkernd könnte man meinen: (Mittel-)Sachsen betrifft diese Studie nicht. Hier gibt es gar keine so großen Familienunternehmen, um zu den 100 Größten zu zählen. Schaut man sich aber unsere -natürlich kleineren- sächsischen Familienbetriebe an, finden sich einige frauengeführten Industrieunternehmen, die seit Jahren sehr erfolgreich arbeiten. Unter anderem durch Mut bei der Unternehmensnachfolge: KSG Leiterplatten GmbH, Gemino Maschinenbau GmbH, Koch Maschinenbau GmbH, METROM Mechatronische Maschinen GmbH, MICAS AG
Auch die Studie zeigt eine interessante Entwicklung auf, wenn es um die Neubesetzungen der Geschäftsführung geht (Betrachtungszeitraum März 2019 bis März 2020): „22% der Neurekrutierungen … waren Frauen, 26% davon kamen aus dem Ausland.“
Die Verfasser schließen daraus, dass "ein Teil der Unternehmen ... 
sich also des Defizits bewusst [ist] und beginnt, gegenzusteuern."
Es geht am Ende gar nicht so darum, dass unbedingt Frauen an der Spitze großer Unternehmen stehen müssen. Mehr und mehr setzt sich jedoch in der Wirtschaft die Erkenntnis durch, dass „vielfältig zusammengesetzte Führungsteams … eine höhere Innovationskraft [haben] und … am Ende die besseren und profitableren Entscheidungen [treffen].“

Mit vielfältigen Grüßen

Manuela Zenk

Das durch die Sächsische Aufbaubank geförderte Projekt „Unternehmensnachfolge“ der Fachkräfteallianz Mittelsachsen im Rahmen der Fachkräfterichtlinie ist ein Schwerpunktthema der TUCed GmbH. Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes. Ziel ist die Unterstützung potenzieller Unternehmensnachfolger und Übergeber in der strategischen Prozessplanung und -gestaltung. Knapp 80 Nachfolgekandidaten sind mittlerweile im Regionalpool.

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