Dienstag = Nachfolgetag

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Wie steht es um die Unternehmensnachfolge im Direktionsbezirk Chemnitz? Immerhin umfasst das ein Gebiet von Mittelsachsen bis ins Vogtland. Im NachfolgeWerk an der TUCed – An-Institut für Transfer und Weiterbildung der TU Chemnitz stellen wir uns genau diese Frage. Wäre es nicht wichtig, sein Lebenswerk in den richtigen Händen zu wissen?

Um mit Unternehmerinnen und Unternehmern* ins Gespräch zu kommen, ist ab 16.11.2021 deshalb jeden Dienstag Nachfolgetag. Dienstags, um sich mit Themen zum Notfallkoffer beschäftigen und Zugänge  sowie Passwörter zu aktualisieren. Dienstags, um die Sicherung der Nachfolge für das Unternehmen anzudenken. Denn die Unternehmensnachfolge ist eine drängende Frage in Sachsen.

In einer umfassenden Recherche wurden für Chemnitz allein 1.087 Unternehmen recherchiert, die bis zum Jahr 2030 für eine Unternehmensnachfolge anstehen. Ein ähnliches Bild zeigt sich für Mittelsachsen, wo kleine und mittelständische Unternehmen den Wirtschaftsstandort prägen. Auch hier wurden 807 Unternehmen recherchiert, in denen mindestens ein Geschäftsführer bis zum Jahr 2030 das 65. Lebensjahr erreicht. Fast die Hälfte der berücksichtigten Unternehmen (48,2 Prozent) steht in den kommenden 5 Jahren zur Nachfolge an. Derzeit arbeitet das Projektteam NachfolgeWerk der TUCed an der Erhebung von Zahlen zum Erzgebirge, dem Vogtland und dem Landkreis Zwickau.

Ziel des NachfolgeWerkes ist es, für Unternehmer und Nachfolger eine Kontakt-Plattform herzustellen. Bereits ca. 80 Nachfolgeinteressierte wurden in einem Regionalpool zusammengefasst. Für diese jungen, gut ausgebildeten, gereiften Menschen suchen wir Unternehmer, die offen für Nachfolgeszenarien sind.  Denn die familieninterne Nachfolge ist längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Wir leben aber auch in einer Multioptionsgesellschaft, in der man sich bei einer Nachfolge gegen viele andere Optionen entscheidet. Für Unternehmerkinder und externe Kandidaten wird es deshalb immer häufiger darum gehen, was genau sie übernehmen bzw. kaufen. In erster Linie wird die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Tuns im Vordergrund ihrer Berufsentscheidung stehen. Deshalb ist es für Unternehmer wichtig, frühzeitig über die Gestaltung ihrer Unternehmensübergabe nachzudenken.

Kommen Sie dazu gern jeden Dienstag ins Gespräch mit den Fachleuten vom NachfolgeWerk: Dr. Kerstin Klaus und Manuela Zenk.

Kontakte:

Dr. Kerstin Klaus, kerstin.klaus@tuced.de, Tel: 0371 90 949 -45 oder

Dipl.-Kffr. Manuela Zenk, manuela.zenk@tuced.de, Tel: 0371 90 949 – 33

Weitere Informationen zum NachfolgeWerk finden Sie hier: http://nachfolge-chemnitz.de/2021/04/28/nachfolgewerk-in-sachsen-gestartet/

 

Mit herzlichen Grüßen

Manuela Zenk

BMWi_Fz_2017_Office_Farbe_deDas Projekt „NachfolgeWerk“ der TUCed – An-Institut der TU Chemnitz für Transfer und Weiterbildung ist ein durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördertes Projekt im Rahmen der Förderbekanntmachung „Initiative Unternehmensnachfolge – aus der Praxis für die Praxis“. Diese Maßnahme wird gefördert durch das BMWi aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

 *Das Thema „gendergerechte Schreibweise“ ist für unser BMWi-gefördertes Projekt NachfolgeWerk sehr wichtig. Aus Gründen einer verständlichen und guten Lesbarkeit verwenden wir die männliche Form (generisches Maskulinum) stellvertretend und wertfrei. Es impliziert keine Benachteiligung anderer Geschlechter.